KlimaAtlas Kärnten

Klimaperiode 1971-2000

mittlere jährliche Anzahl der Tage mit Kahlfrost

Einheit
d
Mittelwert: 46 d
Standardabweichung: 18 d
Minimum: 0 d
Maximum: 94 d

Gegenden, in denen sich bei niedrigen winterlichen Niederschlagsmengen häufig Kaltluftseen ausbilden, sind besonders kahlfrostgefährdet. So ist das örtliche Maximum in der weiteren Umgebung des Krappfelds, und hier vornehmlich in Friesach mit durchschnittlich etwa 95 Kahlfrosttagen jährlich, zu suchen. Während alle Niederungen nördlich und östlich von Klagenfurt 60 oder mehr solcher Tage pro Jahr aufweisen, bilden das mittlere Mölltal und das untere Drautal mit ähnlichen Werten lokale Maxima in Oberkärnten. Sowohl das südliche Klagenfurter Becken als auch das obere Möll-, das obere Drau- und das Gailtal sind aufgrund häufigerer Schneebedeckung nur an etwa 45 bis 60 Tagen Kahlfrost ausgesetzt. Mit zunehmender Seehöhe nimmt die Anzahl der Kahlfrosttage schneebedingt stetig ab. In den höchsten Lagen, wo sich die Schneedecke das ganze Jahr über hält, sind Kahlfrosttage ausgeschlossen. Im Kleinrelief, zwischen schneebefüllten Mulden und windausgesetzten Graten, offenbaren sich freilich große Unterschiede.

Tage mit Kahlfrost sind dann gegeben, wenn Lufttemperaturen unter 0 °C bei fehlender Schneedecke auftreten. Sie haben agrarklimatische Bedeutung, da häufiges Auftreten strenger Kahlfröste die Wintersaat schädigt.