KlimaAtlas Kärnten

Klimaperiode 1971-2000

mittlere monatliche Äquivalenttemperatur im Jänner zum 7-Uhr-Termin

Einheit
°C
Mittelwert: 0,7 °C
Standardabweichung: 1,4 °C
Minimum: -10,0 °C
Maximum: 4,3 °C

Winterliche Inversionswetterlagen gestalten infolge vergleichsweise schwacher mittlerer Seehöhenabhängigkeiten von Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit ein recht diffuses räumliches Verteilungsmuster der morgendlichen Äquivalenttemperatur im Jänner. Mit etwa 3 °C sind die angenehmsten Werte knapp über der typischen Obergrenze der flachen Inversionsschicht des Klagenfurter Beckens sowie in den sonnigen Lagen des mittleren Möll- oder Maltatals zu finden. Weit verbreitet liegt die Äquivalenttemperatur von den Tieflagen bis in Seehöhen um 2000 m im engen Bereich von 0 bis 2 °C. So beträgt das Flächenmittel Kärntens 1 °C. Leicht erhöht ist das Kälteempfinden in Lagen mit ausgeprägten Kaltluftseen wie dem Metnitz- und dem unteren Gurktal, dem oberen Drau- und dem oberen Gailtal. Erst im Hochgebirge nimmt die Kältebelastung stark zu, bis zu –10 °C im langjährigen Monatsmittel auf den allerhöchsten Gipfeln.

Die mittlere monatliche Äquivalenttemperatur im Jänner zum 7-Uhr-Termin gibt Auskunft über die durchschnittliche Kältebelastung im Hochwinter. Die thermische Körperregulation des Menschen reagiert nicht nur auf die Lufttemperatur, sondern auch auf den Dampfdruck (s. d.), also den Feuchtegehalt der Luft (bei weitergehender Betrachtung auch Windgeschwindigkeit und Strahlung).