KlimaAtlas Kärnten

Klimaperiode 1971-2000

mittlere jährliche Anzahl der Tage mit einer Schneedecke von mindestens 10 cm Höhe

Einheit
d
Mittelwert: 106 d
Standardabweichung: 61 d
Minimum: 20 d
Maximum: 365 d

Die Anzahl der Tage mit mindestens 10 cm Schneehöhe zeigt in ihrer räumlichen Verteilung ein ähnliches Muster wie die Anzahl der Tage mit mindestens 1 cm Schneehöhe – auf niedrigerem Niveau. Für ganz Kärnten stellen etwa dreieinhalb Monate den Mittelwert dar. Durchschnittlich 20 solcher Tage treten pro Jahr in Friesach auf, weniger als 30 sind es auch im Krappfeld, im unteren Lavanttal, im Millstätter Tal und im unteren Drautal. Im Klagenfurter Becken ist eine deutliche Zunahme von Nordost nach Südwest feststellbar. In St. Veit an der Glan liegt im Mittel an 40, in Klagenfurt an 47, in Ferlach schon an 60 und bei St. Jakob im Rosental sogar an 81 Tagen im Jahr 10 cm Schnee oder mehr. Ähnliches gilt für Oberkärnten, wo sich im Maltatal etwa anderthalb, im oberen Drautal knapp zweieinhalb und im Gailtal an die drei Monate mit mindestens 10 cm Schneehöhe summieren. Auf dem Dobratsch (2140 m) liegt an etwa 180 Tagen im Jahr eine zumindest 10 cm dicke Schneedecke. Auf dem Hohen Sonnblick (3106 m) rutscht die Schneehöhe in manchen Jahren für wenige Spätsommertage unter die 10-cm-Marke. Oberhalb von rund 3200 m Seehöhe ist auch damit Schluss.

Von einem Schneedeckentag bzw. Tag mit Schneedecke spricht man, wenn zum morgendlichen Klimatermin an einem Ort eine durchbrochene oder geschlossene Schneedecke, das heißt ein Schneedeckungsgrad von mindestens 50 Prozent, beobachtet wird.