KlimaAtlas Kärnten

Klimaperiode 1971-2000

mittleres jährliches Maximum der Schneehöhe

Einheit
cm
Mittelwert: 111 cm
Standardabweichung: 88 cm
Minimum: 21 cm
Maximum: 633 cm

Die räumliche Verteilung des mittleren jährlichen Schneehöhenmaximums ergibt sich grob aus der Überlagerung der Einflüsse Seehöhe und Gebirgsrandentfernung. In den tief gelegenen Gebieten Unterkärntens nehmen die Werte von nur 20 bis 25 cm in Friesach und St. Andrä im Lavanttal über 35 cm in Klagenfurt und Völkermarkt bis 45 bis 55 cm in Villach und Ferlach, also grob von Nord nach Süd, zu. In den höher gelegenen Tälern der Karawanken häuft sich jedes Jahr durchschnittlich ein guter Meter Schnee an. Ähnlich stellt sich die Schneeverteilung in Oberkärnten dar, wo von der zentralen Trockenlage des unteren Drau- und Millstätter Tals (um 30 cm) ausgehend die maximalen Schneehöhen zum Liesertal (um 40 cm) hin wenig, zum höheren Möll- (40 bis 70 cm) und oberen Drautal (um 60 cm) hin mäßig und zum gebirgsrandnahen Gailtal (60 bis 100 cm) hin stark zunehmen. Auf dem Nassfeld ist im Klimadurchschnitt jedes Jahr sogar mit einer Naturschneedecke von 1,8 m zu rechnen. Mit zunehmender Seehöhe und längerer Schneesaison steigt die maximale jährliche Schneehöhe an, auf dem Hohen Sonnblick (3106 m) auf eindrucksvolle 5,3 m.

Das mittlere jährliche Maximum der Schneehöhe gibt die höchste während einer Schneesaison beobachtete Einzelmessung der Gesamtschneehöhe, gemittelt über den Untersuchungszeitraum, wieder.