KlimaAtlas Kärnten

Klimaperiode 1971-2000

mittlere jährliche Anzahl der Tage mit mindestens 1 mm Niederschlag

Einheit
d
Mittelwert: 110 d
Standardabweichung: 13 d
Minimum: 89 d
Maximum: 202 d

Die Anzahl der Tage mit mindestens 1 mm Niederschlag zeigt in Kärnten vorrangig das Verteilungsmuster einer nordwestlichen Anströmung. Dementsprechend sind entlang des Alpenhauptkammes Spitzenwerte von an die 200 Niederschlagstage zu verzeichnen, d. h. an mehr als jedem zweiten Tag im Jahr schneit oder regnet es hier. Zu den Tälern hin nimmt ihre Anzahl rasch ab und liegt sowohl im Möll- und Drautal als auch im Klagenfurter Becken zwischen 92 und 106 Tagen (drei bis dreieinhalb Monate). Das örtliche Minimum tritt um St. Andrä im Lavanttal mit 88 Niederschlagstagen auf. Im Flächenmittel regnet und schneit es an 110 Tagen im Jahr. Weit weniger Niederschlagstage als die Hohen Tauern verzeichnen die anderen Gebirgsgruppen, auch jene in ausgeprägten Südstaulagen. In Anbetracht der dort hohen Niederschlagssummen müssen Regen- und Schneefälle am Südrand Kärntens also wesentlich episodischer ausfallen, was die Karten der Anzahl der Tage mit mindestens 30 mm Niederschlag oder des 50-jährlichen Maximums der Drei-Tages-Niederschlagssumme bestätigen.

Unter Niederschlag versteht man kondensiertes Wasser aus Wolken und Nebel, das die Erdoberfläche erreicht. Regen und Nieselregen zählen zu den flüssigen Niederschlägen, Schnee, Graupel, Hagel und Eiskörner zu den festen Niederschlägen. Die Niederschlagsverteilung wird durch das Gelände stark abgewandelt. Die räumliche Übertragbarkeit eines Ortswertes ist daher viel schwächer ausgeprägt als etwa bei der Temperatur. Dargestellt sind Tage, an denen gewisse Niederschlagsschwellwerte aufgetreten sind.