KlimaAtlas Kärnten

Klimaperiode 1971-2000

mittlere jahreszeitliche Niederschlagssumme im Herbst

Einheit
mm
Mittelwert: 338 mm
Standardabweichung: 100 mm
Minimum: 187 mm
Maximum: 938 mm

Zum Herbst hin nehmen die räumlichen Gegensätze deutlich zu. Während September, Oktober und November in Summe vom Alpenhauptkamm bis zur Koralpe deutlich trockener als der Sommer verlaufen, ist für die Karnischen Alpen, die Karawanken und teilweise den Drauzug die nasseste Jahreszeit gekommen. Oberhalb des Loiblpasses etwa fallen durchschnittlich rund 900 mm Niederschlag. Während sich in diesen Bereichen niederschlagsreiche Mittelmeertiefs bis in den Talboden mit hohen Niederschlagssummen auswirken (460 mm im unteren Gailtal), schlagen sich Stauniederschläge aus Nordwesten wesentlich weniger vom Alpenhauptkamm in die föhnigen Tauerntäler durch (220 mm im oberen Mölltal). Der Nordosten Kärntens befindet sich ohnehin im trockenen Regenschatten. Rund 190 mm treffen im Friesacher Feld das herbstliche Klimamittel. 340 mm Niederschlagssumme im langjährigen Flächenmittel fassen also sehr unterschiedliche lokale Verhältnisse zusammen.

Unter Niederschlag versteht man kondensiertes Wasser aus Wolken und Nebel, das die Erdoberfläche erreicht. Regen und Nieselregen zählen zu den flüssigen Niederschlägen, Schnee, Graupel, Hagel und Eiskörner zu den festen Niederschlägen. Die Niederschlagsverteilung wird durch das Gelände stark abgewandelt. Die räumliche Übertragbarkeit eines Ortswertes ist daher viel schwächer ausgeprägt als etwa bei der Temperatur. Dargestellt sind gemessene Niederschlagssummen. Besonders in Gebirgslagen ist aufgrund des stärkeren Windes und des höheren Anteils an Schneeniederschlag der potenzielle Messfehler durch Abdriftverlust zu berücksichtigen.