KlimaAtlas Kärnten

Klimaperiode 1971-2000

mittlere jahreszeitliche Niederschlagssumme im Sommer

Einheit
mm
Mittelwert: 419 mm
Standardabweichung: 75 mm
Minimum: 286 mm
Maximum: 943 mm

In den Sommermonaten bildet sich Schauer- und Gewittertätigkeit im Niederschlagsmuster ab. Dadurch ist einerseits der Sommer im Großteil Kärntens mit einem Flächenmittel von 420 mm die niederschlagsreichste Jahreszeit, andererseits registrieren Tieflandstationen häufig ähnlich hohe Niederschlagssummen wie jene in der Höhe. Während die Seehöhenabhängigkeit in weiten Teilen Kärntens also in den Hintergrund tritt, ist sie in der Hochgebirgslandschaft Oberkärntens noch am stärksten ausgeprägt. Hier liegen der sommerliche Niederschlagshöchst- (rund 900 mm am Alpenhauptkamm) und -tiefstwert (300 mm im mittleren Mölltal) Kärntens dicht zusammen. Insgesamt zeigt der Sommer die räumlich ausgeglichenste Niederschlagsverteilung.

Unter Niederschlag versteht man kondensiertes Wasser aus Wolken und Nebel, das die Erdoberfläche erreicht. Regen und Nieselregen zählen zu den flüssigen Niederschlägen, Schnee, Graupel, Hagel und Eiskörner zu den festen Niederschlägen. Die Niederschlagsverteilung wird durch das Gelände stark abgewandelt. Die räumliche Übertragbarkeit eines Ortswertes ist daher viel schwächer ausgeprägt als etwa bei der Temperatur. Dargestellt sind gemessene Niederschlagssummen. Besonders in Gebirgslagen ist aufgrund des stärkeren Windes und des höheren Anteils an Schneeniederschlag der potenzielle Messfehler durch Abdriftverlust zu berücksichtigen.