KlimaAtlas Kärnten

Klimaperiode 1971-2000

50-jährliches Maximum der 3-Tages-Niederschlagssumme

Einheit
mm
Mittelwert: 177 mm
Standardabweichung: 52 mm
Minimum: 107 mm
Maximum: 388 mm

Im räumlichen Muster hochwasserrelevanter Niederschlagsmengen bildet sich eindeutig der Einfluss sich von Süden her anstauender Mittelmeertiefs ab. Für Hochlagen der Karnischen Alpen sind dabei Spitzenwerte der 72-Stunden-Summe von an die 400 mm wahrscheinlich. Selbst im Gailtal sind bei solchen Starkniederschlagsereignissen stellenweise enorme Mengen von über 300 mm im Bereich des Möglichen. Ebenfalls massiv sind die Karawanken extremen Südstaulagen ausgesetzt. Hier scheinen einmal in 50 Jahren Drei-Tages-Summen von 250 bis 350 mm realistisch. Nach Norden und Nordosten zu nehmen die extremen Niederschlagsmengen bei schwach ausgeprägter Seehöhenabhängigkeit rasch ab. In der nordöstlichen Hälfte Unterkärntens, aber auch im oberen Mölltal, stellen lokal schon knapp über 100 mm den 50-jährlichen Drei-Tages-Niederschlag.

Das 50-jährliche Maximum der Drei-Tages-Niederschlagssumme ist jene größte 72-Stunden-Niederschlagsmenge, mit der man statistisch einmal in 50 Jahren rechnen muss. Derartige Ereignisse können für eine großräumige Hochwassersituation mit zahlreichen Vermurungen verantwortlich sein.