KlimaAtlas Kärnten

Klimaperiode 1971-2000

mittlere jährliche Blitzdichte

Einheit
n/km²
Mittelwert: 3 n/km²
Standardabweichung: 1,6 n/km²
Minimum: 0,7 n/km²
Maximum: 120,1 n/km²

Im Durchschnitt über Kärnten schlagen jährlich drei Blitze pro Quadratkilometer ein. Die Blitzdichte ist damit im Österreichvergleich einigermaßen hoch. Die räumliche Verteilung der Blitzhäufigkeit betont zwar kleinräumige Geländeunterschiede, variiert dabei aber stark von Region zu Region. Der Schwankungsbereich liegt zwischen weniger als einem Blitz pro Quadratkilometer und Jahr in Tallagen des nordwestlichen Oberkärntens und acht Blitzen in Gipfellagen der östlichen Gurktaler Alpen, von Sau- und Koralpe sowie der Karnischen Alpen. Ausgesetzte Masten können lokal die Blitzdichte erhöhen, bei Gipfelkreuzen (z. B. Großglockner) ist dies in leichtem Ausmaß, bei Sendeanlagen (z. B. Dobratsch, Goldeck, Speikkogel) in starkem Ausmaß der Fall. Unmittelbar abseits dieser Objekte tritt jedoch keine zusätzliche Gefährdung ein.

Ein Blitz ist eine Funkenentladung oder ein kurzzeitiger Lichtbogen zwischen Wolken oder zwischen Wolken und der Erde. In aller Regel tritt ein Blitz während eines Gewitters in Folge einer elektrostatischen Aufladung der wolkenbildenden Wassertröpfchen oder der Regentropfen auf. Er wird dabei vom Donner begleitet und gehört zu den Elektrometeoren. Dabei werden elektrische Ladungen (Elektronen oder Gas-Ionen) ausgetauscht, d. h. es fließen elektrische Ströme. Blitze können auch, je nach Polarität der elektrostatischen Aufladung, von der Erde ausgehen.