KlimaAtlas Kärnten

Klimaperiode 1971-2000

mittlere jährliche Gradtagszahl

Einheit
°C
Mittelwert: 4745 °C
Standardabweichung: 1034 °C
Minimum: 3381 °C
Maximum: 10953 °C

Unterhalb von etwa 800 m Seehöhe ist einheitlich von einer jährlichen Gradtagszahl von 3600 bis 4000 °C auszugehen. Winterliche Kaltluftseen verhindern in diesem Bereich eine spürbare Heizkostenersparnis mit abnehmender Seehöhe. Während im sonnigen Mölltal die Gradtagszahl auffällig niedrige Werte von 3700 °C annimmt, sind in ausgeprägten Inversionslagen, wie dem oberen Gailtal und dem Gurktal, bis zu 4200 °C möglich. Erst über 800 m setzt die erwartete Zunahme mit der Seehöhe ein: Talorte in etwa 1000 m Seehöhe haben einen Heizbedarf von etwa 4300 °C, Schutzhütten in 2000 m etwa 6400 °C und Gipfelstationen in 3000 m etwa 9000° C.

Die Gradtagszahl besteht aus den über das Jahr aufsummierten täglichen Differenzen zwischen der Raumtemperatur (festgelegt mit 20 °C) und der Tagesmitteltemperatur an Heiztagen. Es werden also nur Tage mit einer Mitteltemperatur von höchstens 12 °C berücksichtigt. Sie ist somit ein Maß für den Heizwärmebedarf während der Heizperiode.