KlimaAtlas Kärnten

Klimaperiode 1971-2000

mittlere jährliche Anzahl der Frostwechseltage

Einheit
d
Mittelwert: 103 d
Standardabweichung: 5 d
Minimum: 42 d
Maximum: 117 d

In vielen Teilen Kärntens treffen bei unregelmäßiger Seehöhenabhängigkeit jährlich zwischen 92 und 106 Tage (drei bis dreieinhalb Monate) mit Frostwechsel ein. Mehr Tage sind es in den bekannten Inversionsgebieten, wo Morgenfrost auch in den Übergangsjahreszeiten häufig vorkommt, wie dem Gail- und oberen Drautal, dem Klagenfurter Feld, dem oberen Lavanttal und in besonderer Weise in den Tälern der östlichen Gurktaler Alpen. Weniger Frostwechseltage treten einerseits dort auf, wo Frost generell etwas seltener vorkommt, wie in der Gegend um Obervellach, und andererseits dort, wo die Temperaturen ohnehin meist unter 0 °C verbleibt, wie in Hochgebirgslagen. Am Sonnblick-Observatorium in 3105 m Seehöhe werden im Durchschnittsjahr nur noch 70 Tage mit Null-Grad-Durchgang registriert.

Als Frostwechseltage gelten Tage, an denen die Lufttemperatur den Gefrierpunkt durchschreitet. An solchen Tagen liegt die Tiefsttemperatur unter und die Höchsttemperatur über 0 °C. Frostwechsel ist für technische Schäden durch Frostaufbrüche eine aussagekräftigere Größe als Dauerfrost.